Flightright: Mehr als ein Jahrzehnt wird an deutschen Flughäfen nur gewartet

 

Potsdam, 13. Januar 2017.  Flightright (www.Flightright.de) ließ jüngst das Jahr 2016 Revue passieren und stellt nun die Airlines mit den längsten Verspätungen, den meisten Ausfällen und der geringsten Entschädigungsbereitschaft vor. Insgesamt haben Flugreisende 2016 alleine in Deutschland 14,5 Jahre an Flughäfen gewartet.

Die wenigsten Verspätungen verzeichnete TUIfly, die meisten zählte easyJet

Betrachtet man die summierten Verspätungen der Airlines 2016, so gewinnt TUIfly trotz insgesamt 0,49 Jahren Verspätung als pünktlichste Airline den ersten Platz, gefolgt von Condor mit 0,6 Jahren und der spanischen Iberia mit 1,42 Jahren. Am unteren Ende befinden sich zwei Airlines aus dem Billigfliegersegment: easyJet ist das schwarze Schaf mit 13,06 Jahren Verspätung. Ryanair bringt es auf 7,43 Jahre Verspätung. Der drittletzte Platz geht an British Airways mit 7,28 Jahren.

„Verspätungen und Ausfälle sind die größten Übel, mit denen deutsche Flugreisende konfrontiert sind. Auch das vergangene Jahr lieferte dafür wieder geradezu abenteuerliche Beispiele: Etwa der Eurowings Flug von Kuba nach Köln, der mit sagenhaften 68 Stunden Verspätung am Ziel ankam. Wir setzen uns dafür ein, dass Reisende nach den durchlebten Strapazen wenigstens die ihnen zustehende Entschädigung von bis zu 600 Euro erhalten“, so Dr. Philipp Kadelbach, Mitgründer und Geschäftsführer von Flightright.

Noch ärgerlicher als eine Verspätung ist es, wenn der Flug gleich komplett ausfällt. Vor allem die Streiks bei der Lufthansa sorgten für massenhafte Annullierungen. Somit führt die Lufthansa das Ranking der meisten Flugausfälle 2016 an. Fast zwei Prozent aller Flüge wurden nicht durchgeführt. Jeweils rund ein Prozent des gesamten Flugvolumens wurde bei British Airways, Turkish Airlines und Swiss nicht durchgeführt. Die wenigsten Flugausfälle verzeichneten TAP Portugal, die niederländische KLM, Alitalia und Condor und sorgen damit für Hoffnung bei Flugreisenden.

Für Reisende, die von Verspätungen oder Annullierungen betroffen sind, ist das besonders ärgerlich. Immerhin steht Ihnen laut EU-Verordnung bei Verspätungen ab drei Stunden eine Entschädigungszahlung zu. Diese kann je nach Wartezeit und Flugstrecke bis zu 600 Euro betragen und den Wert des gebuchten Tickets teilweise übersteigen. Doch auch hier gibt es schwarze Schafe unter den Airlines: Vor allem Ryanair, easyJet, Iberia und Turkish Airlines lassen es regelmäßig auf eine Klage ankommen. Zu den Zeitschindern gehören neben British Airways auch Swiss, Alitalia, vueling, TAP Portugal und Norwegian Airlines.

Doch wo Schatten ist, da ist auch Licht: Positiv hervorstechen neben AirFrance und KLM auch die fünf deutschen Airlines Air Berlin, Condor, Eurowings, Lufthansa und TUIfly.

Vergleicht man die Zeit, die Passagiere alleine 2016 an deutschen Flughäfen gewartet haben – insgesamt 14,5 Jahre – mit Alltagstätigkeiten, zeigt sich erst das ganze Ausmaß: Der durchschnittliche Deutsche verbringt in seinem Leben 12 Jahre mit Fernsehen, 8 Jahre mit Arbeiten, 2,5 Jahre mit Autofahren und 1,2 Jahre mit Putzen im Haushalt.

Trotz ärgerlicher Verspätungen und Flugausfälle ist das Flugzeug aus dem Fortbewegungs-Repertoire der Deutschen nicht mehr wegzudenken, die Luftfahrtbranche boomt. Grund dafür ist, dass es immer erschwinglicher wird zu fliegen und Billigairlines auf dem Vormarsch sind. Zugleich ist das Flugzeug eines der sichersten Verkehrsmittel – im Jahr 2016 war das Fliegen laut JACDEC so sicher wie selten zuvor. „Für uns ist der Auftrieb der zivilen Luftfahrt ein weiterer Grund, um für die Stärkung der Verbraucherrechte und mehr Gerechtigkeit gegenüber Fluggästen zu kämpfen“, sagt Kadelbach.

Über flightright:

Flightright (www.flightright.de) ist das führende Verbraucherportal für Fluggastrechte. Seit 2010 kämpft flightright erfolgreich für Passagiere, deren Flüge sich verspäteten oder ausfielen. Das Unternehmen beruft sich auf die EU-Verordnung Nr. 261/2004. Diese spricht Betroffenen von Flugausfällen und Verspätungen eine Entschädigung durch die Fluggesellschaft zu. Flightright hat weltweit bereits mehr als 90 Millionen Euro für seine Kunden durchgesetzt.

Foto: Rainer Prang, kostenlos Pixabay

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